Interdisziplinarität: Mandatshoheit sichern durch das Systemic Risk Inventory
Die Geschäftswelt wird zunehmend dynamischer und komplexer. Unternehmer, Geschäftsführer und Freiberufler sehen sich einem stetig wachsenden Druck gegenüber, ihre Dienstleistungen zu diversifizieren und die eigenen Angebote zu optimieren. Besonders im Bereich der interdisziplinären Beratung ist es entscheidend, Mandate zu sichern und honorierte Klienten langfristig an sich zu binden. Eine der größten Herausforderungen in diesem Kontext besteht darin, A-Mandate nicht an externe Großmakler oder fachfremde Dritte zu verlieren. Hier kann der Einsatz eines Systemic Risk Inventory (SRI) einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bieten.
Die Relevanz interdisziplinärer Beratung wird besonders beim Blick auf die anstehenden regulatorischen Veränderungen zur Steuerberatung im Jahr 2026 deutlich. Diese Änderungen stellen nicht nur neue Anforderungen an die Compliance, sondern fordern auch ein proaktives Risikomanagement und eine umfassende Beratung. Das Systemic Risk Inventory, ein Instrument zur Analyse operativer Risiken als Bestandteil eines ganzheitlichen Portfolios, ermöglicht es, nicht nur Risiken frühzeitig zu identifizieren, sondern auch eine strategische Positionierung der eigenen Kanzlei zu sichern.
Während der Trend zur Interdisziplinarität ein großes Potenzial zur Diversifizierung von Dienstleistungen bietet, birgt er zugleich Herausforderungen. Mandanten erwarten zunehmend ganzheitliche Lösungen, die über das traditionelle Leistungsangebot hinausgehen. Der Verlust von A-Mandaten an externe Anbieter ist nicht nur ein finanzielles Risiko, sondern kann auch die Reputation und Marktposition einer Kanzlei erheblich beeinträchtigen.
Die Kommunikation der Expertise in den Bereichen Compliance, Steuerberatung und Risiko-Reporting wird unerlässlich, um Mandate zu sichern und auszubauen. Der interdisziplinäre Ansatz leistet einen wichtigen Beitrag, da er es ermöglicht, verschiedene Fachbereiche zu integrieren und individuelle Lösungen anzubieten. Das SRI unterstützt diese Vorgehensweise, indem es Kanzleien dabei hilft, operative Risiken systematisch zu erfassen und zu bewerten.
Interdisziplinarität als Schlüssel zur Mandatssicherung
Die interdisziplinäre Beratung hat sich als entscheidender Ansatz zur Mandatssicherung in Kanzleien etabliert. Mandanten schätzen nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern erwarten auch, dass Berater in der Lage sind, über den Tellerrand hinauszublicken und Lösungen zu finden, die alle Aspekte ihrer Herausforderungen berücksichtigen. Diese Erwartungshaltung ist nicht neu, gewinnt aber durch den zunehmenden Wettbewerb an Bedeutung. Kanzleien, die nicht in der Lage sind, diese ganzheitlichen Lösungen anzubieten, riskieren, ihren Anschluss an den Markt zu verlieren.
Der interdisziplinäre Ansatz erfordert jedoch eine sorgfältige strategische Planung. Es gilt, die richtigen Partner und Kooperationen auszuwählen, um ein umfassendes Leistungsportfolio anzubieten. Auch die internen Ressourcenkapazitäten müssen überprüft werden, inwieweit sich die eigene Kanzlei zu einem interdisziplinären Dienstleister entwickeln kann. Ein wichtiges Tool in diesem Kontext ist das Systemic Risk Inventory.
Das SRI als Instrument zur Risikobewertung und Mandatsschutz
Das Systemic Risk Inventory ist mehr als nur eine Checkliste oder ein einmaliges Audit. Es handelt sich um ein kontinuierliches Verfahren zur Erfassung und Bewertung operativer Risiken. In diesem Kontext umfasst das SRI folgende Elemente:
1. Identifikation von Risiken, die die Kanzlei oder den Mandanten betreffen könnten. 2. Analyse der Auswirkungen dieser Risiken auf die verschiedenen Bereiche der Aktivitäten. 3. Entwicklung von Strategien zur Risikominderung und -bewältigung.
In der Praxis zeigt sich, dass Kanzleien, die ein SRI implementieren, nicht nur ein besseres Verständnis für eigene Risiken entwickeln, sondern auch in der Lage sind, ihren Mandanten konkrete Lösungen anzubieten. Der Mandant profitiert von umfassenden Risikomanagement-Maßnahmen, hinter denen die Kanzlei steht.
Eine Studie von PwC aus dem Jahr 2021 demonstriert, dass Unternehmen, die ein proaktives Risikomanagement implementieren, um bis zu 30 Prozent weniger Geld für Krisenmanagement aufwenden müssen als Unternehmen, die reaktiv an ihre Probleme herangehen. Damit wird sichtbar, dass die Implementierung des SRI nicht nur eine Kostenfrage ist, sondern auch das Gesamtergebnis potenziell verbessern kann.
Compliance Audit: Ein integrativer Teil des SRI
Compliance ist ein unverzichtbarer Bestandteil jeder interdisziplinären Beratung. Die Reaktion auf regulatorische Veränderungen ist für Kanzleien entscheidend, um Mandate zu behalten. Der Compliance-Audit innerhalb des SRI bietet eine strukturierte Möglichkeit, die Einhaltung von Vorschriften zu überprüfen und sicherzustellen.
Das Gesetz sieht klare Verpflichtungen zur Einhaltung von Vorschriften vor. Kanzleien können haftbar gemacht werden, wenn sie diesen nicht nachkommen. Beispielsweise sieht § 30 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) hohe Geldbußen vor, die bei Verstößen verhängt werden können. Ein systematischer Ansatz zur Compliance-Überprüfung hilft dabei, rechtliche Risiken zu minimieren und das Vertrauen der Mandanten zu stärken.
Zudem wird ein fundiertes Compliance-Management vor dem Hintergrund der bevorstehenden Änderungen in der Steuerberatung zum Jahr 2026 immer relevanter. Mandanten erwarten, dass ihre Berater mit ihren rechtlichen Pflichten vertraut sind und proaktiv unterstützen können.
Ganzheitlichkeit als Differenzierungsmerkmal
In einer Zeit, in der sich die Geschäftswelt rasant verändert, wird die Fähigkeit zur interdisziplinären Arbeit immer bedeutender. Die Kombination verschiedener Fachdisziplinen ermöglicht es Kanzleien, innovative Lösungen zu entwickeln und Mandanten umfassend zu beraten. Dies geht weit über das traditionelle Leistungsangebot hinaus und kann ein entscheidendes Differenzierungsmerkmal darstellen.
Eine Umfrage von Deloitte aus dem Jahr 2022 zeigt, dass 68 Prozent der Geschäftsführer interdisziplinäre Ansätze als Schlüssel zur Förderung von Innovationen erkennen. Dieser Wandel ist nicht nur ein Trend, sondern erfordert aktive Gestaltungsansätze von Kanzleien, um ihren Mandatsschutz langfristig zu sichern.
Darüber hinaus fördert die Ganzheitlichkeit den Aufbau stabiler und nachhaltiger Beziehungen zu Mandanten. Die Kommunikation wird einfacher, da Berater nicht nur als Fachleute, sondern als Partner auftreten, die gemeinsam an Lösungen arbeiten. Diese Zusammenarbeit stärkt wiederum die Bindung zur Kanzlei.
Das Risiko-Reporting: Transparenz schaffen, Vertrauen stärken
Risikomanagement und Transparenz sind die Basis für Vertrauen und daher essenziell für die Interdisziplinarität. Ein systematisches Risiko-Reporting im Rahmen des SRI unterstützt die strukturierte Erfassung der unterschiedlichen Risiken und stellt den Mandanten klare, nachvollziehbare Informationen zur Verfügung. Durch regelmäßig erstellte Berichte über identifizierte Risiken, deren Auswirkungen und ergriffene Maßnahmen fördert die Kanzlei das Vertrauen ihrer Mandanten.
Das Risiko-Reporting gewährleistet, dass Mandanten jederzeit über die verbleibenden Risiken informiert sind. Studien zeigen, dass Unternehmen, die regelmäßig über ihre Risikosituation berichten, signifikant höhere Kundenzufriedenheitsraten aufweisen. Das aufgebaute Vertrauen wird darüber hinaus als wesentlicher Wettbewerbsvorteil wahrgenommen.
Praxisbeispiel: Erfolgreiche Implementierung des SRI
Ein Beispiel für die erfolgreiche Implementierung des Systemic Risk Inventory bietet eine mittelständische Kanzlei, die sich auf Steuerberatung spezialisiert hat. Die Kanzlei hatte zuvor Probleme damit, A-Mandate zu halten und war in Gefahr, wichtige Mandanten an Großmakler zu verlieren. Durch die systematische Einführung eines SRI erarbeitete die Kanzlei eine umfassende Risikoanalyse, die zur Identifizierung kritischer Punkte führte.
Das Ergebnis war nicht nur eine verbesserte Mandantenbindung, sondern auch eine Umsatzsteigerung um 15 Prozent innerhalb von zwei Jahren. Die Implementierung des SRI ermöglichte der Kanzlei, ihre Prozesse neu zu strukturieren, Effizienzgewinne zu realisieren und letztlich eine stärkere Mandatsposition zu erreichen.
Strategische Planung und Beratung zur Risikominderung
Eine strukturierte Planung der interdisziplinären Beratung sowie eine durchdachte Umsetzung sind zentrale Faktoren, um den Risikoaspekt im gesamten Kanäleportfolio zu besetzen. Durch eine detaillierte Analyse kann die Kanzlei ihre Beratungsleistungen gezielt ausrichten und Mandanten langfristig unterstützen.
Zusätzlich ist die Integration interdisziplinärer Beratungskompetenzen und die Zusammenarbeit mit Fachleuten anderer Disziplinen von Bedeutung, um ein breites Leistungsportfolio zu schaffen. Diese Vorgehensweise ermöglicht es gelingt nicht nur den Erhalt bestehender Mandate, sondern fördert auch die Generierung neuer Geschäftsmöglichkeiten.
Wenn Geschäftsführer und Kanzleiinhaber strategisch vorgehen und interdisziplinär denken, können sie ihre Mandatshoheit sichern. Dies gelingt, indem sie die richtigen Partner auswählen und kontinuierlich an ihrer eigenen Expertise arbeiten.
Eine umfassende Checkliste zur Implementierung des Systemic Risk Inventory sowie zur Gestaltung einer interdisziplinären Strategie kann als Leitfaden dienen. Der Austausch mit Experten aus den jeweiligen Fachrichtungen ist ebenfalls wichtig, um aktuelle Trends, Entwicklungen und regulatorische Anforderungen zu kennen.
Die Erstellung eines klaren Handlungsplans zur Umsetzung interdisziplinärer Strategien und zur Nutzung des SRI kann dabei auch eine nachhaltige Verbesserung der Kanzleistruktur mit sich bringen.
Wie sich Kanzleien positionieren können, zeigt sich im Spannungsfeld der kommenden Herausforderungen. Die Welt wird immer unberechenbarer. Umso wichtiger ist es, Fragen zu stellen wie: „Wie organisiere ich interdisziplinär?“ und „Wie kann ich die Herausforderungen im Risikomanagement konkret adressieren?“
Langfristige Bindung der Mandanten als Ziel
Der Aufbau einer langfristigen Mandantenbeziehung steht im Fokus der meisten Kanzleien. Eine interdisziplinäre Beratung, unterstützt durch das Systemic Risk Inventory, stellt sicher, dass Mandanten nicht nur die besten Fachkräfte an ihrer Seite haben, sondern auch, dass ihre Anliegen umfassend betrachtet werden. Diese Herangehensweise fördert Loyalität und Vertrauen.
Es zeigt sich jedoch, dass Kanzleien sich fortlaufend weiterentwickeln müssen, um auf die sich verändernden Bedürfnisse ihrer Mandanten zu reagieren. Die Bereitschaft zur Veränderung sowie das Engagement, eigene Strukturen und Prozesse zu hinterfragen, sind unerlässlich.
Wenn Sie Ihre Situation eingehend prüfen möchten, stehe ich Ihnen für eine persönliche Einschätzung zur Verfügung. Die Mandatshoheit kann durch interdisziplinäre Beratung gesichert werden, und das Systemic Risk Inventory ist ein wirksames Werkzeug, um Risiken effektiv zu managen. Fundierte, breite Expertise sorgt somit dafür, dass Kanzleien langfristig erfolgreich sind.
Ein ganzheitlicher Ansatz zur Risikoidentifikation wird von Mandanten zunehmend nachgefragt. Wenn Kanzleien diese Anforderungen proaktiv annehmen und das Systemic Risk Inventory in ihr Leistungsportfolio integrieren, schaffen sie eine solide Basis für eine dauerhafte Mandatsbeziehung, die auf gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung basiert.
Schließlich ist das Ziel klar: Durch interdisziplinäre Beratung und systematische Risikomanagement-Strategien wird die eigene Kanzlei zukunftssicher aufgestellt und die Mandatshoheit nachhaltig gesichert.
Dieser Beitrag wurde sorgfältig recherchiert und dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er stellt weder eine Rechtsberatung noch eine Steuerberatung dar. Themen wie Recht, Steuern und Haftung werden hier lediglich aus Sicht des Risikomanagements und betriebswirtschaftlicher Überlegungen eingeordnet. Für eine rechtliche oder steuerliche Bewertung Ihrer individuellen Situation wenden Sie sich bitte an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt bzw. an eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater.
Ich unterstütze Sie gern bei der Risikoanalyse und der Entwicklung passender Versicherungskonzepte sowie bei der Auswahl geeigneter fachlicher Ansprechpartner.
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